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Artikel zum Riemer Park





Hallo Trudering-Riem Ausgabe Nr. 35 vom 28.08.2008

Keine signifikante Hundeproblematik

Baureferat: Nichts besonderes im Riemer Park



























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Im Riemer Park gibt es keine signifikantere Hundeproblematik, als in anderen städtischen Grünanlagen. Dies stellte das Baureferat bei einem Runden Tisch klar, den der Truderinger Bezirksausschuss wegen der von einigen Parkbenutzern beklagten Probleme mit Hunden im Riemer Park angeregt hatte. Einen generellen Leinenzwang wird es dort auch in Zukunft nicht geben, möglicherweise werden aber das Aktivitätenband entlang der Promenade und die Grünachsen nördlich des Parks mit Hundepollern versehen.

Dass die Hunde im Riemer Park wirklich so gefährlich und lästig, wie manche Leute beklagen, ist nicht bewiesen. Im Gegenteil, stellte der zuständige Mitarbeiter des Baureferats klar, die Hundeproblematik im Riemer Park ist nicht größer, als in anderen städtischen Grünanlagen auch. Im Schnitt werden von der Grünanlagenaufsicht täglich ein bis zwei Hundehalter belehrt, ernstere Vorfälle wurden bisher nicht bekannt. Seit 2005 wurden aus dem Riemer Park sechs Vorfälle gemeldet, davon fünf im Jahr 2005 und einer im Jahr 2006. Laut Kreisverwaltungsreferat werden trotz der großen Anzahl von 28.000 Hunden in München im jährlichen Durchschnitt nur 300 bis 350 Vorfälle von der Belästigung bis zum Biss gemeldet. Eine Leinenpflicht gibt es auch für den Straßenbereich nicht, Problemhundehalter können allerdings zum Leinenzwang verpflichtet werden.
Freier Auslauf
Im Riemer Park werden die Zamperl auch in Zukunft frei herumlaufen und toben können, ausgenommen in den Bereichen um die Spielplätze und den Badesee. Neue Ideen für das konfliktfreiere Miteinander von Hunden, Hundebesitzern, Hundefreunden und Menschen, die einfach Angst vor Hunden haben, brachte der Runde Tisch, der auf Anregung des Truderinger Bezirksausschusses im Juni stattfand. Ein Hundeführerschein, den Maren Salzmann-Brünjes (SPD) vorschlug, ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Herbert Danner (Grüne) erklärte, der Park sei so groß, dass dort auch für Hunde -die den Park beleben- genügend Platz sei. Man könne eventuell den westlichen Teil des Grüns für Hundefreilauf vorsehen und im östlichen Bereich Leinenpflicht einführen.
BA-Vorsitzende Stephanie Hentschel (CSU) regte an, das Aktivitätenband entlang der Promenade und die Grünachsen der Messestadt nördlich des Parks mit Hundepollern zu versehen. Dieser Vorschlag wurde von allen Beteiligten des Runden Tischs als guter Kompromiss empfunden, da der eigentliche Park auch weiterhin für Mensch und Hund frei wäre.
Das Baureferat Gartenbau wird dies nun prüfen, auf eine schlüssige Abgrenzung achten und dem Bezirksausschuss einen Abgrenzungsvorschlag unterbreiten. Der BA 15 will dann einen Runden Tisch mit den Hundebesitzern organisieren, um diesem die Vorschläge zu erläutern. Es soll auch das "Forum Mensch und Hund" eingeladen werden, welches sich für einen konfliktfreien Umgang von Hundebesitzern und "Zamperl-losen" Bürgern einsetzt. Gabriele Mühlthaler


Süddeutsche Zeitung vom 2.05.2008

Beschwerden ohne Ende

Riemer Park: Hundefreunde und -gegner beharken sich




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Eine Pfote links auf die Schulter, eine Pfote rechts auf die Schulter, die Schnauze im Gesicht: Gertrud Ziegltrum (SPD) bekam es bei ihrem Spaziergang im Riemer Park unlängst mit der Angst zu tun. Die Halterin des vierbeinigen Angreifers unterbrach nur kurz ihr Handygespräch mit dem obligaten und doch wenig hilfreichen Satz: "Der will bloß spielen." "Hoffentlich weiß der das", entgegnete Ziegltrum schlagfertig.
 Ein Beispiel von vielen. Der Bezirksausschuss Trudering-Riem wird überschwemmt mit Beschwerden - aber auch mit Gegenbeschwerden von Hundefreunden. Haarklein werden Situationen und Schauplätze und Dialoge geschildert, Empörung jeweils inklusive. Jede Seite beschuldigt die andere dabei der Intoleranz und der Hysterie. Wimmernde Kinder, zitternde Erwachsene, von Hunden umgerannte Radler, ungehorsame Hunde und uneinsichtige Halter, Hunde im Badesee, liegengebliebene Häufchen: Die Liste der Beschweren ließe sich noch fortsetzen.
 "Jeden Tag ist die Angst dabei", erklärte eine ältere Dame, die sich das Walken im Park nicht länger vermiesen lassen will. Sie vertraue für den Notfall auf die Sprühdose "Animal Stop". Die Hundefreunde jedoch wollen nicht alle über einen Kamm geschoren werden: Die meisten benähmen sich vorbildlich, argumentieren sie. Herbert Danner (Grüne) hat, obwohl Hundefreund, andere Erfahrungen gesammelt: "Da fehlt die Sensibilität an allen Ecken und Enden."
 "Wir sind keine Mediatoren", erklärte CSU-Sprecherin Stephanie Hentschel bei der jüngsten Sitzung entschieden. Doch der Vorsitzende Georg Kronawitter (CSU) ist auch sicher: Der Riemer Park sei die größte städtische Grünfläche Münchens mit einem hohen Nutzungsdruck. Die von den Bürgern geschilderten Negativ-Erlebnisse mit Hunden seien leider keine Einzelfälle. Daher müsse das Baureferat als Herr über die Grünfläche schleunigst eine für alle tragbare Lösung finden. Der Bezirksausschuss sprach sich sogar in der Angelegenheit für einen "Runden Tisch" aus.
 Diskussionsstoff gibt es genug: Bürger fordern beispielsweise anstelle der in München üblichen dezenten grünen Poller deutlich sichtbare Schilder. Das Argument: Man könne oftmals nicht erkennen, auf welcher Seite des Pollers der hundefreie Bereich sei. Gefordert wurden zudem häufigere Kontrollen und spürbare Bußgelder gegen Leinen-Sünder. Die Wohnungsbaugesellschaften der Messestadt sollten die Regeln für Hundehalter mit verbreiten. Eine Hundewiese im Westteil des Parks müsse reichen, fordern einige. So könne man nicht nur die seltenen Feldhasen schützen, sondern auch den See und seine Gäste im Osten.
 Im Ostpark, so Kronawitter, habe man beste Erfahrungen mit einem Areal für Hunde. Danner riet den korrekten Hundehaltern, ihrerseits die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen zu ermahnen. Andere Hundebesitzer fänden bei denen wohl eher Gehör als die verängstigten Spaziergänger.   Renate Winkler-Schlang


Südost-Kurier vom 08.04.2008

 Messestadt Riem · Reaktion auf spielende Hunde »übertrieben«

 Tierhalter melden sich nach Artikel über Leinenpflicht im Riemer Park zu Wort

Messestadt Riem · Nachdem in den Ausgaben des Bogenhausener Anzeigers und des Südost-Kuriers vom 26. März der Artikel über Leinenpflicht für Hunde im Riemer Park erschienen ist, haben sich jetzt auch Hundebesitzer zu Wort gemeldet. Unter ihnen Florian Schack, durch dessen Boxer »Baxter« sich eine Familie angegriffen gefühlt hat.












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Schack schildert die Situation anders, als im Artikel vom 26. März aus Sicht der Verfasserin eines der Briefe an den Bezirksausschuss wiedergegeben. Baxter und ein Rottweiler-Mischling, beides junge Hunde und gerade mal ein Jahr alt, hätten aus Wiedersehensfreude herumgetollt und gespielt und von der heran nahenden Familie gar keine Notiz genommen. Und trotzdem habe die Frau bereits in einer Entfernung von zirka 30 Metern angefangen zu schimpfen und zu schreien. 
Dann habe die Spaziergängerin auch noch versucht, ein Kinderfahrrad nach dem Hund zu werfen. »Dass man in dieser Situation sein Tier schützen will, ist doch verständlich«, sagt der Boxerbesitzer. Für Schack hätte es genügt, wenn ihn jemand von der Familie darauf hingewiesen hätte, dass sie Angst vor Hunden hätten, anstatt zu schreien. 
Katja Molinski, die Besitzerin des Rottweiler-Mischlings, hat die Situation ähnlich wie Schack erlebt. Obwohl die beiden Hunde in »einigem Abstand« zur Familie gespielt hätten, habe die Frau angefangen zu schreien. Für Molinski war diese Reaktion »hysterisch und übertrieben«. Ein dritter Hund, wie von der Frau angegeben, sei gar nicht da gewesen. 
Und die Kinder der Familie hätten laut Molinski vielleicht sogar nur deshalb angefangen zu weinen, weil sie die schreiende Frau als Vorbild sehen würden. 
Für Katja Molinski wäre es »selbstverständlich« gewesen einer freundlichen Bitte, den Hund an die Leine zu nehmen, nachzukommen. Sie und Florian Schack sind für einen respektvollen Umgang zwischen Hundebesitzern und Passanten. Denn schließlich sei ihnen daran gelegen, die Hunde auch weiterhin frei laufen zu lassen. Schack hält es allerdings nicht für sinnvoll, die Leinenpflicht im Park zu verschärfen. 
Stattdessen sollten erst einmal die bestehenden Regeln konsequent und friedlich umgesetzt werden. Wichtig ist ihm dabei vor allem eine ausgiebige Kommunikation zwischen Hundehaltern und Spaziergängern. Weitere Hundebesitzer haben sich per Fax und per E-Mail in der Redaktion gemeldet. In einigen dieser Schreiben ist von »einseitiger und parteiischer Berichterstattung« die Rede. 
Bei der Recherche für den Artikel im Riemer Park wollte sich außer einer Hundebesitzerin keiner der angesprochenen Tierhalter äußern. Vorschläge für ein besseres Miteinander wurden in den Schreiben an die Redaktion ebenfalls abgegeben: Ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen, Hunde in den vorgeschriebenen Bereichen an die Leine nehmen und ein wenig mehr Aufklärung schaffen, wie man sich sowohl ängstlichen Passanten als auch Hundehaltern und Hunden gegenüber verhält. Denn schließlich seien »Hunde Tiere und keine Monster«. Florian Schack und Katja Molinski haben mit weiteren Tierbesitzern begonnen, gegen einen kompletten Leinenzwang im Riemer Park Unterschriften zu sammeln. 
Weitere Informationen gibt es auf ihrer eigens dafür ins Leben gerufenen Homepage www.sgkm.de. 
Kirsten Ossoinig


Münchner Merkur 1.04.2008

Hunde ängstigen Parkbesucher

Freilaufende Hunde sorgen im Riemer Park für Ärger. Mehrere Familien aus der Messestadt haben sich beim Bezirksausschuss (BA) Trudering-Riem beschwert: Die Leinenlosen Vierbeiner verängstigten sie.
VON CARMEN ICK.DIETL

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Eine Mutter berichtetet dem BA von einem Vorfall, bei dem ein Rottweiler, ein Boxer und ein kleinerer Hund auf die Familie zugerast seien. Ihre zwei und vier Jahre alten Kinder hätten sich weinend und zitternd an sie geklammert. Eine andere Familie mit Kleinkindern sei angesichts der auf sie zukommenden Hunde ebenfalls in Panik geraten. Die Hundebesitzerin habe auf die Ängste nicht reagiert, die Mutter stattdessen als „hysterisch“ beschimpft.
Die Hundebesitzer würden meist mit „Ignoranz und offener Aggression“ reagieren, erzählt ein Messestädter, der Ähnliches erlebt hatte. Immer wieder würden Hunde auf Menschen zurennen und an ihnen hochspringen, ohne dass die Besitzer eingreifen würden. „Die wollen offensichtlich nicht respektieren, dass dies Kinder ängstigt und uns Erwachsenen zumindest unangenehm ist.“
Auch die stellvertretende BA-Vorsitzende Gertrud Ziegltrum (SPD) sagt, sie habe nur den Standard-Spruch „Der will nur spielen“ zu hören bekommen, als während eines Spaziergangs ein Hund mit beiden Pfoten auf ihren Schultern stand. „Ich habe aber Angst vor Hunden.“ Die Besitzerin habe auf ihre Schreie nicht reagiert und weiter mit dem Handy telefoniert. „Ich gehe seitdem nicht mehr in den Park.“
Viele Messestädter fordern nun eine strikte Leinenpflicht im Riemer Park und klare Regeln. Gemäß Grünanlagensatzung dürfen Hunde nicht in die durch grüne Poller markierten Bereiche. In Riem seien dies das gesamte Badeareal samt Liegewiesen, die Spielplätze und die Senkgärten, erklärt die Sprecherin des Baureferats, Dagmar Lezuo. Auf den dortigen Wegen müssten Hunde kurz angeleint sein. Bei Zuwiderhandlung kann die Anlagenaufsicht – die allerdings stadtweit unterwegs ist – Bußgelder aussprechen. Ab Mai ist außerdem wieder ein eigener Sicherheitsdienst am Badesee im Einsatz.
Alle anderen Wege und Wiesen im Riemer Park sind für Hunde freigegeben, eine eigene Hundewiese gibt es nicht. Größere Hundeprobleme im Riemer Park seien dem Baureferat nicht bekannt, gefährliche Zusammenstöße habe es nicht gegeben, so Lezuo. Nach den Angaben des zuständigen Gartenbaudirektors seien die Verhältnisse dort nicht anders als in anderen Münchner Parks.
Im Fall der Mutter mit den zwei Kindern sucht die Polizeiinspektion (PI) derzeit nach den Hundehaltern, um in einem Gespräch Vorwürfe und Verhalten zu klären. „Im Ostpark haben wir mit der Hundewiese gute Erfahrungen“, so der stellvertretende PI-Chef Bernhard Sitzberger. In Riem funktioniere es mit den Hunden nicht so gut. „Da muss man was machen.“



Südost-Kurier Trudering/Haar Ausgabe Nr. 13 vom 26.03.2008 Analog Bogenhausener Anzeiger gleiche Ausgabe

Einfach nur zu ängstlich?

Unerlaubt freilaufende Hunde im Riemer Park erschrecken Spaziergänger

Messestadt Riem











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"Der tut gar nichts, der will nur spielen" - welcher Passant hat diesen Satz bei der Tuchfühlung mit einer nassen Hundenase vom zugehörigen Tierhalter nicht schon einmal gehört. Oft läuft ein solches Aufeinandertreffen von Mensch und Tier glimpflich ab. Nicht so in jüngster Zeit auf dem Gelände des Riemer Parks, wo zum Teil eigentlich Leinenpflicht herrscht. Einige Spaziergänger fühlen sich dort von einzelnen freilaufenden Hunden und teilweise sogar vom Besitzer bedroht.
Gleich mehrere Schreiben verängstigter Messestadt Bewohner mit der Bitte um verschärften kontrollierten Leinenzwang und mehr Hundeverbotsschilder im Riemer Park lagen der Märzsitzung des Bezirksaussusses Trudering-Riem (BA 15), auf dem Versammlungstisch. "Nahezu täglich" komme es zu Belästigungen und Angriffen durch Hunde, heißt es zum Beispiel in einem der Schreiben. "Laufend" würden Spaziergänger und Radfahrer gefährdet. In einem weiteren Brief schildert die Verfasserin eine Situation mit mehreren Hunden, die sie am eigenen Leib verspürt hat: Beim Parkspaziergang sei sie mit zwei Erwachsenen und vier Kleinkindern "von einem Rottweiler, einem Boxer und einem dritten kleineren Hund drangsaliert" worden. Die Hunde seien in hohem Tempo auf die Personengruppe zugerannt und nur durch "Anbrüllen mit vor Angst sich überschlagender Stimme" zum Stehen gebracht worden. Die Besitzerin des Boxers hat laut Schreiben auf die Bitte der total verängstigten Familie mitsamt weinenden Kindern, den Hund doch bitte anzuleinen, angeblich nur gelacht und die Passanten als "hysterisch" bezeichnet. Eskaliert sei die Situation noch einmal, als der Besitzer des Rottweilers dazu kam und die Familie ebenfalls "auf das Übelste" beschimpft habe. Eine Hundehalterin, die täglich mit ihrem Tier im Riemer Park unterwegs ist, hat sich in der Grünanlage vor einigen Tagen auf Anfrage zum Thema geäußert: "Ich kann die Angst der Spaziergänger schon verstehen, wenn seitens der Hundebesitzer Gleichgültigkeit herrscht, was ihre freilaufenden Tiere so treiben."
Der Park biete eine der wenigen Möglichkeiten, wo die Hunde sich austoben könnten. Dabei müsse man aber auf andere Personen achten. "Ich meide Spielplätze. Wenn ich sie doch überqueren muss, leine ich den Hund eben an."
Keiner der Betroffenen wollte namentlich genannt werden. Vor allem die Verfasser der Schreiben an den Bezirksausschuss nicht, denn sie haben sogar Angst vor Repressalien durch Hundebesitzer. BA-Mitglied Gertrud Ziegltrum (SPD) bat während der BA-Sitzung um "volle Unterstützung des Gremiums bei der Problematik und um Leinenzwang". Für BA-Mitglied Herbert Danner (Grüne) wird es Zeit für eine klare Regelung und Kontrolle". Die Schreiben der Bürger sind an die Polizei weitergeleitet worden.
Im Moment werden von den zuständigen Beamten "umfangreiche Ermittlungen nach Hundebesitzern im Umkreis" vorgenommen. "Wir sind dran, denn da muss was getan werden" hieß es außerdem seitens der Polizei.



Hallo Trudering-Riem Ausgabe Nr. 12 vom 20.03.2008

Klagen über Hundehalter im Riemer Park

 
Spaziergänger wenden sich an den Bezirksausschuss Trudering-Riem








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Angst haben einige Spaziergänger vor frei laufenden Hunden im Riemer Park. Sie bitten den Truderinger Bezirksausschuss um Hilfe.
 Jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer, der sein Tier liebt, wird sich ärgern, wenn das, was einige Spaziergänger aus dem Riemer Park berichten, wirklich so passiert ist. Immer wieder erschrecken große frei laufende Hunde Erholungssuchende und Kinder. Die Tiere sausen auf die Spaziergänger zu und versetzen diese in Panik. Besonders Kinder fürchten sich laut Aussagen mehrerer Messestadt-Bewohner, die namentlich in der Öffentlichkeit nicht genannt werden wollen, "da das Erlebnis im Park eine gewisse Angst in uns wachgerufen hat".
 Besitzer in der Kritik
 Weniger das Verhalten der Hunde als das ihrer Besitzer steht in der Kritik. Angesichts der ängstlichen Kinder und Erwachsenen würden sie weder ihre Tiere an die Leine nehmen, noch sie zurückrufen. Eine Frau, die "in Angst mit überschlagener Stimme die Hunde 50 Zentimeter vor mir zum Stehen brachte, indem ich sie anbrüllte" -ihre Kinder duckten sich derweil hinter der Mutter- berichtete dem BA, die Hundehalterin habe alles lachend beobachtet und sie dann aufs Übelste beschimpft, weil sie die Tiere angeschrien habe. "Ich sei hysterisch, mein Verhalten lächerlich. Als ich sagte ich werde mich an den BA wenden, bedrohte die Frau uns." Zu allem Unglück sei dann auch noch ein Mann mit Rottweiler erschienen und habe kritisiert, dass den Hunden die Freiheit genommen werde.
 Hundepädagoge kommt
 Ein anderes Ehepaar berichtete dem BA, dass im Kindergarten der Glockenbachwerkstatt in der Messestadt demnächst ein Hundepädagoge zu Besuch sei. Er solle den Kindern helfen, sich gegenüber Hunden richtig zu verhalten. Das Problem sei damit aber nicht gelöst, denn grüne Hundepoller, die bestimmte Bereiche für oder ohne Hunde ausweisen, hätten sich nicht bewährt.
 Das Paar schlägt vor, den Park so zu teilen, dass im Osten strikte Leinenpflicht herrscht, im Westen ein begrenztes Gebiet für frei laufende Hunde ausgewiesen wird. Die Freiheit von Hunden solle jedenfalls nicht über die Sicherheit von Kindern und Erwachsenen gestellt werden.
 Gefährlich seien die frei laufenden Hunde auch für Radfahrer, denn die könnten leicht stürzen, bemängelt ein Mann. Durch plötzliches Ausweichen würden die Radler zum verletzungsgefährdeten Abspringen gezwungen. Der Mann beruft sich auf die Grünanlagensatzung und schlägt vor, Bußgelder zu erheben. Laut Grünanlagensatzung allerdings ist auch das Radfahren im Riemer Park verboten!
 Großes Verständnis für das Anliegen der Antragsteller hatte Gertrud Ziegltrum (SPD), die bekannte, selbst Angst vor Hunden zu haben. Der Truderinger Bezirksausschuss will nun alle Schreiben bezüglich frei laufender Hunde an die Stadt weiterleiten und das Anliegen der Bürger unterstützen.


TakeOff Stadtteilzeitung April 2003

Wir für uns

Eine Hundewiese für die Messestadt

Kürzlich bin ich angesprochen worden, ich sei ‚hauptsächlich‘ Schuld, dass die Spiel- und Liegewiesen als solche gekennzeichnet, sprich mit Hundepollern versehen wurden.
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Es gab in den letzten TakeOff!-Ausgaben Statements zu diesem Thema und auch immer viel Information. Aber anscheinend ist Folgendes nicht angekommen oder in Vergessenheit geraten: Bereits bei der ersten Veranstaltung zum Thema Landschaftspark in der Schulaula (2000) wurde de schon gefragt, ob es im Landschaftspark eine ausgesprochene Hundewiese geben würde.
BA-Antrag
Ich habe konkret im Mai 2002 eine Hundewiese für die Messestadt beantragt und zwar sogar mit Attraktionen für den Hund (Hügel, Höhle – genaueres solle man bei Hundehaltervereinen erfragen). Für diesen Antrag hat man mich im Bezirksausschuss ausgelacht. Nachdem man aberÄrger vermeiden wollte, hat man diesen „lächerlichen“ Antrag an MessestadtRiem: Dialog (MRD) weitergegeben. Das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Bezirksausschuss, Gartenbaureferat und MRD war, dass ein Standort für eine Hundewiese gesucht werden soll. Diese wurde auch zunächst am Rande der Georg-Kerschensteiner-Straße gefunden, wird aber jetzt von der MRG zum Flächenmanagement benötigt.
Aufruf
Liebe Hundehalter, warum beantragen Sie eigentlich keine Hundewiese? Fragen Sie beim Gartenbaureferat, Herr Hofmann, Telefon 49 02 689 33 nach, wann und wohin eine Hundewiese kommt. Die Sperrung des Parks ist ab 2004 vorgesehen.
Zur Info:
Es besteht bei konkreten Anlässen die Möglichkeit, unter der Telefonnummer 23 32 76 56 die Funkzentrale der Grünanlagenaufsicht zu verständigen. Ist eine Personenfeststellung erforderlich, muss die Polizei eingeschaltet werden.

Interessengemeinschaft der Hundebesitzer im Riemer Park
Verantwortlicher Webmaster: Sven Kaltenecker
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