Schreiben
eines durch die diversen Artikel verunsicherten Hundehalters
An
den Bezirksausschuß Trudering Riem (15)
Mehrere Artikel in Lokalzeitungen und
Münchner Merkur zu dem Thema: Klagen über Hundehalter im Riemer Park“
|
In mehreren Lokalzeitungen wird
beschrieben, dass große Hunde immer wieder auf Spaziergänger zulaufen
und diese sogar anspringen. Aufgrund dieser Vorfälle wird nun eine
strikte Leinenpflicht im Riemer Park für Hunde gefordert. Hier wird mal
wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Mit meinem kleinem Hund gehe ich fast täglich im Riemer Park
mit anderen Hundehaltern spazieren und unsere Hunde springen keine
fremden Personen an. Man kann doch aufgrund dieser Einzelfälle (2-3
Fälle sind beschrieben) nicht alle Hundehalter, die im Riemer Park
spazieren gehen, zusammen in einen Topf werfen und alle pauschal
bestrafen.
Hier wäre doch von beiden Seiten etwas mehr Toleranz gefragt.
Von den Hundebesitzern, die dafür Sorge tragen, dass ein Anspringen von
fremden Personen unterbunden wird und von den Spaziergängern, die auch
Verständnis haben sollten, dass ein Hund auch mal frei laufen,
schnüffeln und mit anderen Hunden spielen will, ohne ständig unter
Leinenzwang zu stehen.
Zu den Radfahrern ist noch zu sagen, dass manche mit einer
Tour de France - Geschwindigkeit vorbeisausen und damit Kinder und
Spaziergänger gefährden. Genauso unsinnig wäre es, wegen dieser
Einzelfälle generell das Radfahren im Riemer Park zu verbieten. Warum
sollen Eltern mit ihren Kindern nicht zum Badesee radeln dürfen.
Mich stört allerdings, dass die Radfahrer immer den mit
Platten belegten Fußweg benützen, obwohl in 3m Abstand eine doppelt so
große Sandstrasse parallel verläuft.
Es stimmt nicht, dass sich die grünen Hundepoller nicht
bewährt haben. Wir Hundebesitzer achten darauf, dass unsere Hunde den
abgegrenzten Bereich nicht betreten. Statt einer unbegründeten
Behauptung, könnte eine Begehung von amtlicher Stelle vor Ort Klarheit
schaffen.
In dem Bericht steht, dass der Bezirksauschuss Trudering-Riem
bezüglich freilaufender Hunde das Anliegen der Bürger unterstützt und
an die Stadt weiterleitet. Ich frage mich schon, um wie viele Bürger es
sich dabei handelt (lt. Bericht um mehrere Messestadt-Bewohner?) und ob
dies wirklich die Meinung aller Parkbenutzer widerspiegelt.
Die Hundebesitzer werden überhaupt nicht gefragt, nur werden
uns immer wieder neue Vorschriften vor die Nase gesetzt. Ich dachte
immer München wäre eine hundefreundliche Stadt.
Bitte veranstalten Sie doch mal eine Begehung vor Ort und
finden Sie die schwarzen Schafe. Dies wäre auch im Sinne aller
Hundehalter mit guterzogenen Hunden.
Die bisherige Regelung im Riemer Park finde ich völlig
ausreichend, den Ostteil um den Badesee mit Leinenzwang und den
Westteil zur freien Verfügung.
Seit Oktober 2005 wird der Park öffentlich genutzt und es hat
bisher noch keine besonderen Vorkommnisse mit Hunden gegeben. Warum
will man jetzt aufgrund von Einzelfällen mal alles wieder ändern und
reglementieren. Wir alle sollten doch froh sein, dass wir einen so
schönen Park vor der Haustür haben und ihn gemeinsam zur Erholung
nutzen können. |